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Interessanter Link zum Thema Tomaten-Krankheiten
Es gibt eine englischsprachige Webseite an der man an Bildern der befallenen Tomaten , Blätter etc. auf die vorhandene Krankheit schließen kann.
Tomaten-Krankheiten Bildatlas

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Tomaten Krankheiten

Umfaller Krankheit Blattsauger Trauermücken
Moosfliegen
Blütenendfäule
Kraut- und
Braunfäule
Grünkragigkeit Einrollen
der Blätter
Tomatenwelke
Stängelgrund-
Wurzelfäule
Blattflecken
Krankheit
Tabakmosiak
Virus
Nährstoff
Probleme

Einführende Gedanken

Wie unsere Lebenserfahrung zeigt ist Vorbeugen sinnvoller als Krankheiten zu bekämpfen. Eine gesunde Pflanze , die entsprechend ihren Bedürfnissen gehalten wird , hat in den meisten Fällen genügend Schutzmechanismen um sich selbst gegen Krankheiten und Schädlinge zu behaupten.
Optimale Bedingungen für Tomaten zu schaffen, heißt ihrer Natur gerecht zu werden. Als sonnenbedürftige Pflanze möchte sie nicht gerne auf einen vollschattigen Platz stehen. Ebenfalls ist eine gute Durchlüftung notwendig um im Regenfall , danach wieder schnell abtrocknen zu können. Überhaupt ist die Tomatenpflanze empfindlich für andauernde Nässe am Blattwerk. Daher, wie bereits mehrfach erwähnt , soll immer der Wurzelbereich gewässert und nicht die ganze Pflanze beregnet werden. Ein Regenschutz ist hilfreich aber nur dann wenn innerhalb des Regenschutzes eine ausreichende Luftzirkulation möglich ist. Längere Nässe am Blattwerk begünstigt die Anfälligkeit gegen die gefürchtete Pilzkrankheit Kraut- und Braunfäule.
Zur Bewässerung ist noch zu sagen , daß man versuchen sollte immer für eine möglichst gleichmäßige Bodenfeuchte zu sorgen um zu verhindern das Tomaten nach einen starken Regen und andere übermäßigen Wasserzuführungen aufplatzen oder nach längerer Trockenheit zur Blütenendfäule neigen.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Düngung mit Augenmaß. Zumeist tut man des Guten zuviel. Überdüngte Pflanzen (besonders Stickstoff) sind anfälliger gegen blattsaugende Schädlinge , sie entwickeln mehr Blattwerk und die Früchte werden später reif.

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Umfaller Krankheit

Bei der Umfaller Krankheit (Pilz-Mischinfektion) welkt die Stängelbasis von Jungpflanzen (vor und nach dem Pikieren) und schnürt sich ein. Der Stängel wird schwarz und immer dünner. Letztlich knickt der Stängel um - daher der Name Umfaller Krankheit. Wenn die ersten Symptome zu sehen sind, gibt es kaum Rettungsmöglichkeiten für das erkrankte Pflänzchen .
Die Krankheit tritt meist nur dort auf , wo die Keimlinge zu dicht stehen oder bei zu ausgiebiger Bewässerung auf einen zu verdichteten Anzuchtsubstrat , bei schlechter Belüftung, wachsen. Das relative Trockenhalten des Anzuchtsubstrates kann das Problem beheben. Weitere Hilfen gegen diese Auflaufkrankheit ist die Vermengung der Anzuchterde mit etwas Sand und Steinmehl. Ein Wurzelbad mit Schachtelhalmbrühe vor dem Verpflanzen wirkt auch dem Auftreten dieser Krankheit entgegen.

Detaillierteres über die Umfaller- , Auflaufkrankheit

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Blattsauger

Blattsauger wie Blattläuse, Weiße Fliege, Wollläuse sind hauptsächlich eine Plage bei der Anzucht , in dem vorwiegend frisch pikierte (und dadurch geschwächte) Jungpflanzen befallen werden. Bei größeren Pflanzen gibt es im Freiland weniger Probleme mit Blattsaugern , weil einerseits die Tomate nicht besonders anfällig gegen Blattläuse ist und andererseits die natürlichen Feinde der Blattläuse ganze Arbeit verrichten. Lediglich in Glas- und Folienhäusern kann es eventuell bei schlechter Durchlüftung ein Problem mit Weißen Fliegen geben. Ein alter erfahrener Gärtner hat auf meine Frage , wie man denn am besten die Blattsauger bekämpfen kann , geantwortet: "in dem man Pflegefehler vermeidet , gesunde Pflanzen sind nicht anfällig gegen Blattsauger". Blattläuse im speziellen bevorzugen überdüngte, kümmernde und an Mangelerscheinungen leidende Pflanzen.
Sollte bei Jungpflanzen trotzdem Blattsauger auftreten und das mechanische Entfernen der Schädlinge nicht reichen , wird empfohlen die ganze Pflanze ausgiebig mit einer Neem-Öl Emulsion einzusprühen. Die Emulsion wird folgendermaßen hergestellt.
Zuerst soll das Öl bei zu geringer Umgebungstemperatur (< 25°C) im Wasserbad etwas angewärmt werden, so dass es schön flüssig wird. Wasser auf etwa 30-35 °C erwärmen und ein paar Tropfen Milch und ca. 10 Tropfen Neemöl pro Liter einrühren. Das entstandene Gemisch direkt auf die betroffenen Pflanzenteile spritzen. Da sich das im Neemöl enthaltene Azadirachtin sowie andere Wirkstoffe unter UV-Licht relativ schnell zersetzen, ist die Anwendung bei starkem Befall 2x am Tag sonst 1x am Tag zu machen. Die angerichtete Menge sollte zumindest am selben Tag - am besten sofort nach dem Anrühren - verwendet werden, da die Wirkungskraft am nächsten Tag schon bedeutend geringer ist. Sollte wirklich was überbleiben, dann kann das zu den Wurzeln gegossen werden, da es dort genauso von der Pflanze aufgenommen wird.
Lieferquelle Neem-öl

Detaillierteres über Blattläuse

Detaillierteres über Blutläuse

Detaillierteres über Weiße Fliegen

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Trauermücken - Moosfliegen

Wie auch schon bei den Blattsaugern sind die Trauermücken (besser deren Larven) nur bei der Anzucht der jungen Tomatenpflänzchen bedrohlich. Es sind nur die Larven schädlich. Bei der Trauermücke handelt es sich um dunkelgraue bis schwarze Mücken 2-4 mm groß, die über der Topferde herumschwirren. Es gibt viele Arten , allen gemeinsam ist , das sie es warm, modrig, feucht und windstill lieben. Eine einzelne Mücke legt etwa 160 Eier in die warmfeuchte humusreiche Erde. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und es folgt Generation auf Generation.
Die Larven mit schwarzen Kopf sind 6 - 7 mm lang und fressen neben verottenden organischen Material auch Keimlinge an, sowie Stängelgrund und Wurzeln der Jungpflanzen. Man kann die Trauermücken durch Aufstellung von Gelbtafeln bekämpfen , indem sie an der klebrigen Gelbtafel kleben bleiben, bevor sie ihre Eier im Boden ablegen können. An Stelle der Gelbtafeln kann auch eine Fettkrautpflanze (Pinguicula) angebaut werden , diese Pflanze fängt mit seinen klebrigen Blättern die Trauermücken ein.
Vorbeugend ist auch die Keimlinge und pikierten Pflanzen relativ trocken zu halten. Eine weitere vorbeugende Maßnahme wäre Steinmehl und Neem Presskuchen in das Anzuchtsubstrat einzuarbeiten.
Lieferquelle Neem-Presskuchen

Detailliertes über Trauermücken und Moosfliegen

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Blütenendfäule

Die Blütenendfäule zeigt sich als runder, brauner oft grünschwarzer, oft eingesunkener Fleck an der Blütenansatzstelle der Frucht an noch nicht reifen Tomaten. Die Flecken vergrößern sich nach und nach und werden lederartig hart. Anfällig sind besonders die länglichen flaschenförmigen Tomaten vom Roma Typ. Die Auslöser für die Krankheit sind Schwankungen in der Wasser- und Nährstoffversorgung(Kalzium-Mangel). Der Kalziummangel der Pflanze kann nicht immer auf den Kalzium-Mangels des Bodens zurückgeführt werden , denn der Kalk kann für die Pflanze nicht zugänglich sein wegen Hitze und Trockenheit oder in überdüngten salzhältigen Böden. Die Störung kann meistens vermieden werden wenn man auf eine gleichmäßige Bewässerung achtet und vor allem den Boden nie vollständig austrocknen läßt. Bei einer Bewässerung mit Regenwasser ist auf eine ausreichende Kalkzufuhr (Gesteinsmehl/Algenkalk) zu achten.

Detailliertes über die Blütenendfäule

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Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule (verursacht durch den Pilz Phythophora infestans) kann insbesondere bei längeren nassen Wetters im August und September großen Schaden anrichten. Wenn die Krankheit einmal ausgebrochen ist , gibt es kaum mehr Rettung für die betroffene Tomatenpflanze . Es ist für den Hobbygärtner jedesmal ein Schlag zu sehen , das eine Tomatenpflanze voll behangen mit fast reifen Tomaten , nach einer regenreichen Woche im August , schlagartig abstirbt. Der Beginn der Krankheit äußert sich zuerst in Form brauner Flecken an den Blättern mit lockeren weißen Pilzbelag an den Blattunterseiten. Die befallenen Blätter neigen zum Einkräuseln und Austrocknen. Die Krankheit breitet sich dann weiter auf den Stängel aus , welche schwärzliche Flecken bekommen und schließlich als Ergebnis der Fäule zusammenbrechen. Befallene Früchte werden ebenfalls braun , sie schrumpfen und faulen schnell weg. Scheinbar gesunde , von bereits befallenen Pflanzen geerntete , Tomaten können noch etwa 5 Tage nach der Ernte anfangen zu faulen. Befallene Früchte sind zum Verzehr ungeeignet , weil die Tomate giftige Abwehrstoffe (Phytoalexine) bildet.
Der Ausbruch der Pilzkrankheit wird durch zwei Faktoren begünstigt: Feuchtigkeit auf den Blättern und die Anwesenheit von Pilzsporen. Dies zeigt auch die ersten Möglichkeiten zur Vorbeugung auf. Feuchte Blätter kann man verhindern durch Regenschutz , große Pflanzabstände und gute Durchlüftung damit die Pflanze schnell abtrocknen kann. Es soll nur gezielt im Wurzelbereich gegossen werden und einer Taubildung vorgebeugt werden. Da der Pilz auch durch Spritzer von auf den Boden auftreffenden Wassertropfen an die Pflanze gelangen kann , wird man auch durch eine Bodenabdeckung mit Mulchmaterial vorbeugend gegenwirken können. Auch sollte man einen Tomatenanbau in der Nähe eines Kartoffelbeetes oder -feldes vermeiden.
Vorbeugend kann man die Tomatenpflanze wöchentlich mit einer selbst hergestellten Spritzbrühe aus Magermilch besprühen. Die Spritzbrühe aus Magermilch kann man durch das Mischen von ca. l Magermilch mit 2 l Wasser herstellen. Auch das Spritzen mit einen Zwiebelschalen Tee beugt gegen den Ausbruch dieser Pilzerkrankung vor. Wenn es gegen dem Ende des Sommers geht , werden nach und nach alle Pflanzen befallen , wobei jüngere Pflanzen (später angebaute) mehr Widerstandskraft aufbringen als ältere ausgelaugte Pflanzen. Es gibt zwar Unterschiede in der Resistenz der Pflanzen , die sind nur in Grenzfällen zu bemerken. Wenn eine Pflanze schattig steht , bei schlechter Belüftung wird sie , auch bei hoher Resistenz , letztlich der Pilzkrankheit erliegen. Kleine Wildtomaten weisen meiner Erfahrung nach , die größte Widerstandsfähigkeit gegen diese Pilzerkrankung auf.

Eine detailliertere Beschreibung über die Kraut- und Braunfäule findet man in den folgenden www.bio-gaertner Webseiten.

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Grünkragigkeit

Die Krankheit äußert sich darin das die Tomaten in der Nähe des Stängels an den Schultern nicht rot werden. Daher auch der Name Grünkragigkeit oder Gelbkragigkeit. Das Tomatenfleisch rund um den Kragen ist verhärtet und nicht geniessbar.

Grünkragigkeit.jpg

Die Ursache dieser Krankheit ist meist eine durch Stickstoffüberdungung verursachte Kali-Festlegung. Der dadurch verursachte Kalimangel führt zusammen mit starker Sonneneinstrahlung zur Grünkragenbildung. Man kann eventuell mit Kali und Phosphor nachdüngen. Auch sollte man die Pflanze nicht weiter ausgeizen und entspitzen.

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Einrollen der Blätter

Dieses Symptom ist kein Alarmzeichen. Im Sommer wenn die Unterschiede in den Temperaturen zwischen Tag und Nacht groß sind , rollen sich die Tomatenblätter zusammen. Die Blätter werden brüchig und können leicht beschädigt werden. Die Blätter bleiben über den ganzen Sommer eingerollt und man kann nichts dagegen machen um diese Erscheinung rückgängig zu machen. Solange keine Verfärbung der Blätter mit auftritt , sieht die Pflanze zwar optisch nicht besonders gesund aus , aber die Pflanzen bringen trotz der eingerollten Blätter gute Ernten geschmackvoller Früchte. Die Einrollneigung ist von Tomatensorte zu Tomatensorte unterschiedlich.

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Tomatenwelke

Die Tomatenwelke wird durch einen Bakterienbefall (Corynebacterium Michiganense) des inneren Gewebes oder an äußeren Verletzungen ausgelöst. Das Bakterium kann auch durch Samen übertragen werden. Die zuerst gelben Blätter werden braun und vertrocknen. Es gibt braune, eingesunkene Längsstreifen an den oberen Stängeln. Der aufgeschnittene Stängel zeigt gelbbraune Gefäße. Auf den Früchten entstehen runde, vertiefte braune Flecken mit hellen Hof. Die ganze Pflanze stirbt ab. Bei einen Auftreten soll die betroffene Pflanze vernichtet und Pflanzenteile nicht im Garten belassen werden. Die verwendeten Werkzeuge sollen danach gut desinfiziert werden und an der gleichen Stelle vier Jahre keine Tomaten angebaut werden. Vorbeugend soll man nur einwandfreies Saatgut verwenden und die Samen vor der Aussaat 24 Stunden in einen 0,6%igen Essigkonzentrat beizen.

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Stängelgrund/Wurzelfäule

Die Stängelgrund- und Wurzelfäulen können von verschiedenen Pilzen wie Thielaviopsis basicola , Rhizoctonia solani und Arten von Fusarium Phytophthora und Pythium hervorgerufen werden. Ein Faulen der Wurzeln oder des Stängelgrundes führt zu Verfärbungen der Blätter und im schlimmsten Falle zum Eingehen der ganzen Pflanze. Wie bei den meisten Pilzkrankheiten ist eine ungünstige Bewässerung (zu viel oder zu wenig gegossen) der Auslöser für den Pilzbefall. Auch Pflanzen , bei denen beim Versetzen und Pikieren die Wurzeln nicht ordentlich aus dem Wurzelballen gezupft wurden , sind gegen diese Pilzerkrankung anfälliger.
Sehr stark erkrankte Pflanzen vernichten , bei leicht erkrankten Pflanzen achten das der Boden nicht austrocknet aber auch die Pflanzen nicht übermäßig gießen.

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Blattflecken Krankheit

Bei dieser vom Pilz Alternaria Solani hervorgerufenen Krankheit bekommen die Blätter helle bis bräunliche Flecken und sie rollen sich ein. Die Blätter vertrocknen und fallen ab. Es werden auch die Früchte im Kelchbereich befallen , es entstehen dann schwarze weiche Faulstellen. Man kann zur Bekämpfung Spritzungen mit Magermilch (siehe Kapitel Kraut und Braunfäule) vornehmen. Die Pilz-übertragung kann durch infiziertes Samen und ungereinigte Pflanzstäbe ausgehen. Entnommenes und abgefallenes Pflanzenmaterial soll verbrannt werden. Die Samen können vor der Verwendung durch Einlegen in einen Wasserbad bei 50 °C für 25 Minuten desinfiziert werden.

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Tabakmosaik Virus

Eine bronzeartige Verfärbung bei Tomaten wird durch das Tabakmosaik Virus verursacht. Bevor die Früchte angegriffen werden , bekommen die Blätter ein fleckiges Aussehen mit einer mosaikartigen Musterung, ebenso werden die Blüten abgeworfen. Bei den Früchten entwickeln sich unter der Schale , meist am Stielende , bräunliche Stellen , die jungen Früchten ein bronzefarbenes fleckiges Aussehen geben. Wird die Tomate aufgeschnitten , so sieht man , daß die Flecken aus einen Ring kleiner , schwarzer Punkte unterhalb der Schale bestehen. Bei starken Befall gehen eingesunkene, nicht weiter reifende Streifen strahlenförmig vom Stielansatz aus. Das Innere der Früchte ist mit großen braunen und korkigen Bereichen durchsetzt. Jede Pflanze soll nach dem Auftreten der genannten Symptome vernichtet werden. Die Hände und das Werkzeug sollen mit Seifenwasser gewaschen werden, bevor die übrigen Pflanzen angefasst oder ausgegeizt werden. Im darauf folgenden Jahr sollen die Tomaten an eine andere Stelle im Garten angebaut werden, da das Tabakmosaik-Virus auf infizierten Resten von Tomatenpflanzen im Boden verbleiben kann. Vorbeugend können die Pflanzen mit Magermilch (siehe Kapitel Kraut und Braunfäule) gespritzt werden.

Mehr über Virenerkrankungen

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Düngung Nährstoffmangel und überschuß

Es ist nicht nur damit getan die Tomaten ausreichend zu düngen , man muß auch dafür sorgen daß neben den Hauptkomponenten Stickstoff, Phosphor, Kalk und Kali auch genügend Magnesium und andere Spurenelemente vorhanden sind. Ein ausreichend mit Humus versorgter Boden bietet meist die benötigten Spurenelemente in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis zueinander an. Nicht nur der Mangel an bestimmten benötigten Stoffen schaden dem Wachstum der Pflanzen , sondern auch der Überschuß , einer einzelnen Komponente , kann schädlich sein und die verwertbare Verfügbarkeit eines anderen Nährstoffes negativ beeinflussen. Nachfolgend sind ohne Anspruch der Vollständigkeit die Auswirkungen eines Mangels oder Überschuß einer Komponente beschrieben.

Nährstoff Mangel Überschuß
Stickstoff Stickstoff Mangelerscheinungen äußern sich in gelblichen Blättern. Die Verfärbung kann bis zu rot-lila Tönen gehen. Die Blattspitzen verbräunen und die Tomate wächst kümmerlich Die Überdüngung erzeugt Geilwuchs.Die Pflanzen schießen ins Blatt , Blüte und Fruchtbildung leiden darunter. Die Überdüngung mit Stickstoff macht die Zellen weich und schwammig und damit anfällig für Schädlingsbefall sowie Bakterien und Pilzkrankhheiten.Starke Stickstoff-überdüngung kann zu Verbrennungen führen. Ein mulchen mit Stroh kann die Auswirkungen einer Stickstoff-Überdüngung verhindern , da das Stroh den Stickstoff an sich zieht.
Phosphor Phosphor Mangelerscheinungen zeigen sich in rötlich oder bräunlich-violetten Blattverfärbungen, in schlechter Wurzelbildung und geringen Fruchtansatz. Genügend verfügbarer Phosphor ist ein Hauptdünger bei Tomaten zur Erzielung einer reichlichen Fruchternte. Bei stark sauren und alkalischen , sowie humusarmen Böden ist Phosphor für die Pflanze nicht in verwertbarer Form verfügbar. Eine Überdüngung mit Phosphor verursacht Hemmungen im Stoffwechsel. Die Pflanzen können bestimmte Spurenelemente wie Eisen und Kupfer nicht mehr aufnehmen. Wachstumsstörungen zeigen sich dann als Folge der Überdüngung
Kalzium Ein Mangel an Kalk verursacht an jungen Blättern die Blattspitzendürre und das Gelbwerden(Chlorose). Das Wurzelwachstum ist verringert und das Auftreten der Blütenendfäule wird begünstigt. Außerdem benötigen Tomaten zur Ausbildung eines guten Geschmackes reichlich verfügbares Kalzium Eine Überdüngung mit Kalk macht den Boden stark alkalisch und verdrängt das Kali. Dadurch wird das Wachstum begrenzt und es wird das Auftreten der Grünkragigkeit begünstigt.
Kali Kali Mangelerscheinungen erkennt man daran , daß die Blätter an den Rändern braun werden und schließlich absterben. Die Pflanzen leiden stärker unter Wassermangel. Bei Tomaten können Risse und Platzwunden entstehen.
Auch durch die Stickstoff-überdüngung kann Kalimangel für die Pflanzen entstehen.
Eine Überdüngung mit Kali führt zu Wuchshemmungen , vor allem wird die Aufnahmefähigkeit für Kalzium und Magnesium eingeschränkt.
Magnesium Grüne Blattadern mit blaßgrünen Zwischenräumen und späterer Bräunung zeigen Magnesiummangel an. Die Tomate zieht das Magnesium aus älteren Blättern ab und baut es in die jüngeren Blätter ein. Ein Kaliüberschuß führt dazu das die Pflanze das vorhandene Magnesium nicht verwerten kann. Bei einen Überschuß an Magnesium kann es zu einen Mangel an der Verfügbarkeit anderer Nährstoffe kommen
Mangan Die Triebspitzen der Tomaten sterben ab und es gibt chlorotische Verfärbungen der Blätter. Die Mängel treten leicht in alkalischen humusreichen Böden auf. Ebenso kann das Mangan von trockenen kalkreichen Böden schlecht verwertet werden. Pflanzen kommen bei einen Manganüberschuß Flecken an den Blatträndern, sie trocknen ein und rollen sich nach oben.
Eisen Wo der Boden zuviel Kalk enthält , da liegt das Eisen in einer für die Pflanze nicht verwertbaren Form vor und es kommt zu einen Eisenmangel. Der Eisenmangel zeigt sich dann durch eine Gelbfärbung der Blätter , die Blattadern zeichnen sich dann als grünes Netz ab. Auch Hochmoorböden weisen einen natürlichen Eisenmangel auf Bei einen Eisenüberschuß kann die Pflanze das im Boden vorhandene Mangan nicht mehr verwerten.
Kupfer Ein Kupfermangel an Tomaten zeigt sich am Einrollen der Blattspitzen , am Vergilben bezw. Absterben der Blätter. Die Blätter haben dunkle Flecken. Das Kupfer im Boden wird durch einen Überschuß an Phosphat schwer verwertbar für die Pflanze. Ein Kupferüberschuß vermindert die Aufnahmefähigkeit für Eisen

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